Ein Traum (- wie eine Moritat -) (1994)

Ein Traum

(- wie eine Moritat -)



Ich sah sie – in der Sonne sitzen.
Doch ihre Augen – sah ich nicht.

Sie hatte nicht die Schönheit eines Models.
Sie war wohl keine heißbegehrte Braut.

Und doch – ich sprach sie an – und
War verwundert ... über soviel Geist.

Dann glaubte ich, ich säh' sie niemals wieder,
Und gab sie innerlich verloren.

Doch das Schicksal meint' es anders – und ich traf
Sie wieder – wo ich es am wenigsten geahnt.

Seit diesem Zeitpunkt hab' ich so ein komisches Gefühl,
Das einzuschätzen und zu deuten fast unmöglich ist.

Es ist ein Mix aus Zuneigung, Unsicherheit, Freude ...
Himmelhoch jauchzend, doch zu Tode betrübt.

"Kann die Empfindung Liebe sein?", so fragt ein Prinz.
Vielleicht – ich muss mich selbst erst wiederfinden.



(entstanden am 21.05.1994)

Hier der Text zum Hören:

Kommentare