Posts

Geheime Klage (für ein unbekanntes Wesen) (1996)

Geheime Klage (für ein unbekanntes Wesen) Es wird mir heute immer schwerer, Dir in die schönen Augen tief, Und wunderschön zu schauen! Was ich dort seh' - was ich dort ahne, Ist Seele's Abglanz, Seele's Glück, Und doch erscheint auch ihre Qual! Du bist so unerreichbar weit, so fern, Ich reiche nicht an Dich heran, Ich will Dich haben und doch nicht! Was soll ich tun, was soll ich sagen? Muß ich zerstören, um zu schaffen? Muß ich verletzen, um zu lieben? Muß ich verzichten, Dich zu lieben? Muß ich versagen, Dich zu haben? Muß ich den Trieb, so unerfüllt, ersticken? Hilf mir, doch - wie auch die Entscheidung, Des Dir so eigenen Gefühles fallen mag, Laß' mich nicht steh'n - vergiß mich nicht! (entstanden am 11.01.1996) Hier der Text zum Hören: Erklaerversuch · Geheime Klage (für ein unbekanntes Wesen) (1996)

Stille Frage (1996)

Stille Frage Warum gibst Du Dir nur den Anschein so hart zu sein, so kalt, unnahbar? Du kannst es sicher nicht verhindern. Es scheint durch Dich die Milde und die Schönheit, die Weichheit einer echten, wahren Seele - die weiblich' Sanftmut doch heraus! Versteck' sie nicht!! Ehrt sie Dich doch und führt Dich in die strahlend Schönheit eines Menschenlebens ein. (entstanden am 01.02.1996) Hier der Text zum Hören: Erklaerversuch · Stille Frage (1996)

Aurora (- in der Art einer Ode -) (1995)

Aurora (- in der Art einer Ode -) Milde , Milde und herrliche Weichheit , Und trotzdem steht man ängstlich gespannt, Sieht in die Züge, sieht in die Reinheit , Findet sich tief in der Seele Land. Sie wirkt so trefflich, so zärtlich und offen, Die Aura verklärt, von Innen 'raus strahlt , - Aurora verkündend -, das Herz tief betroffen, Von tausend herrlichen Farben gemalt. Doch wo ist das Feuer ? - So frage ich mich; Wo brennt die Glut der Liebe am stärksten? - Wo ist der Wolf - das Raubtier in Ihr? - Was sucht ein Engel in solchem Revier? - In solchem Gemäuer , wo Böses am ärgsten Sein Unwesen treibt? - So magisch als wunderlich! (entstanden am 16.11.1995) Hier der Text zum Hören: Erklaerversuch · Aurora (- In der Art einer Ode -) (1995)

Die Jagd (- Reflexion -) (1995)

Die Jagd (- Reflexion -) Die Jagd ist eröffnet - Die Jagd auf das Leben, Die Jagd durch das Leben, Die Jagd in das Leben!! - Die Jäger, sie kommen - Die Jäger zu Pferde, Die Jäger mit Hunden, Die Jäger zu Fuß!! - Das Wild wird gehetzt - Das Wild mit vier Beinen, Das Wild mit zwei Beinen, Das Wild mit drei Beinen!! - Das Wild will sich tarnen - Das Wild mit Fell, Das Wild mit Gefieder, Das Wild mit Schuppen!! - Es schallen die Schreie schauerlich - Die Schreie des Wildes, Die Schreie der Jäger, Die Schreie des Lebens!! - Der Tod kommt heran - Der Tod desWildes, Der Tod des Menschen, Der Tod des Lebens!! - Keine Zeit mehr für Glauben - Für Glauben zum Leben, Für Glauben ans Leben, Für Glauben an Gott!! - Keine Zeit mehr zur Reue - Zur Reue der Sünden, Zur Reue der Menschen, Zur Reue der Jäger!! - O Mensch! Was willst du? - Was willst du vom Leben? Was willst du vom Wild? Was willst du vom Glauben?!! - Bedenke, du bist nicht - Die Krone der Schöpfung, Bist Teil nur des Ganzen, ...

s' ist November (- Betrachtung -) (1995)

s' ist November (-Betrachtung-) s'ist November. Überall im Land Herrscht Düsternis und Traurigkeit . Die Freude scheint so lang, so weit; Der Nebel steh wie eine Wand. Mal regnet es - mit etwas Schnee -, Mal ist es kalt, mal ist es warm, Manch' Mädchen nimmt man in den Arm. Versinkt im tiefen Augensee . Man fühlt's, ein End' ist nah', Und doch- man bäumt sich auf Und wehrt sich gegen Schicksal's Lauf - Und manchmal kann man sehen, Daß vielerorten Menschenseelen wehen Und flackern im Wind; bald fern, bald nah. (entstanden am 15.11.1995) Hier der Text zum Hören: Erklaerversuch · S'ist November (- Betrachtung -) (1995)

Kalenderspruch (- in der Art einer Bauernweisheit -) (1995)

Kalenderspruch (- in der Art einer Bauernweisheit -) DieMenschensagenimmer: "Die Zeiten werden schlimmer!" Doch - die Zeiten bleiben immer - Nur - die Menschen werden schlimmer (?!) (entstanden am 25.04.1995) Hier der Text zum Hören: Erklaerversuch · Kalenderspruch (- in der Art einer Bauernweisheit -) (1995)

Portrait (- in ironischer Selbstkritik -) (1995)

Portrait 1 ( in ironischer Selbstkritik) ...frisch... ...fromm... ...fröhlich.. ...frei... ...jung... ...dynamisch... ...aktiv... ...quadratisch... ...praktisch... ...gut... ...erfolglos(?!) (entstanden Anfang Februar 1995) 1 Anmerkung des Autors: Der Verfasser bittet inständig darum, diese Farce nicht überzubewerten oder gar überzuinterpretieren. Es stellt lediglich eine ironische Selbstkritik dar. Hier der Text zum Hören: Erklaerversuch · Portrait (- in ironischer Selbstkritik -) (1995)

Morgenstimmung (1995)

Morgenstimmung (- in der Art einer Ode an die Natur -) Himmlisch ist sie, diese Ruhe , Himmlisch leise, wunderbar Hebt das Licht des Tages an; Und ich steh' hier auf dem Hügel, Laß' den Geist der Erde nah'n; Und ich seh' vom Hügel runter, Seh' die stillen Häuser liegen, Bald schon wird das Leben reger, Bald schon geht der Trubel los, Und so trau' ich mich denn kaum, Etwas von dem Glanz zu wahren, Und die Herrlichkeit zu preisen, Die Natur und Gott gegeben; Einfach nur genießen will ich, Und mich meines Lebens freu'n; Dann dem Augenblicke frönen, Und der Gegenwart vertrau'n, Und mein fröhlich Antlitz schenken; Ist das Angesicht der Welt Meines eignen Ausseh'ns Spiegel, Ja, dann kann es auf der Welt, Nur noch Glück und Frieden geben, Und ein tiefer, tiefer Seufzer, Flieht dann mächtig meine Brust, Und des Lebens voller Odem, Strömt durch meine Körperglieder; lch nehm' ihn auf, den schönen Morgen! Und beginne frohgemut, Sehe es als he...

Über Gegenwärtiges in der Antike (- in der Art eines Nekrologs -) (1994)

Über Gegenwärtiges in der Antike ("Ti paapu schi itsji - dieser See ist wie mein Herz") (- in der Art eines Nekrologs -) Wenn Schatten grauer Vorzeit sich vor Dir Mit einemmal und völlig unerwartet lösen, Heraus aus kalter, feuchter Nächte dunklem Bann, Dann rufst du laut den Grauen zu: "Und wann, Ihr Götter, gingt Ihr hin und ließt dem Bösen Freie Bahn?! - Bedachtet Ihr der Menschen Gier?!" Und schallt dir dann in geisterhafter, nebenschwang'rer Atmosphäre Des Sophokles so raue doch bedeutungsschwere Stimme; Siehst Du's, wie er den Reigen jener Alten, Wohlbekannten webt, Die ebenso die hohe Kunst des Euripid' so ordentlich belebt, Dann fühlst du jedenfalls ein Stück in jenem heil'gen Sinne, Dann hebt die alte Tradition Dich in die gold'ne Ehre. Ich sah Dich stehen, wandeln, in der Troerinnen ärmlichen Gewand, So herrlich, prächtig, königlich, doch - anmutsvoll; Das Auge strahlend und die Gestik voller wilder Kraft; Scheinbar unbändig roh, und...

Seelen (1994)

Seelen Sie durchschreitet weite Steppen, Hoher Gräser dichte Wand; Überwindet Bergestreppen, Liegt in weißer Strände Sand. Seht Sie  tief in dunkler Schlucht. Ahnet Sie  im dichten Nebel, Und entreißet Sie  mit Wucht, Und befreit Sie  von dem Knebel. Und liegt Sie  danach voll und ganz In eurer Körper engen Banden; So will Sie  einstens doch hinauf - Wehrt ihr dann nicht den freien Lauf, Und stürzt Sie  nicht in tief're Schanden, Lasst sie nun ziehen - in den überird'schen Glanz. (entstanden am 10.11.1994) Hier der Text zum Hören: Erklaerversuch · Seelen (1994)